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Pragmatismus und Perfektionismus als Erfolgs – Booster 960 639 Community

Pragmatismus und Perfektionismus als Erfolgs – Booster

Pragmatismus und Perfektionismus als Freunde und gar Erfolgs– Booster? Ja exakt. Wenn ich zurückdenke an meine Kindheit wurde mir zwar beigebracht, dass es nur das eine oder das andere gibt. Mir leuchtete es schon früher nicht ein. “Entweder oder” basiert auf einem ausschließlichen, absoluten Konzept. “Sowohl als auch” auf einem einschließenden, integrierenden. Dieser Artikel ist aus einer integrierenden Sichtweise geschrieben. In ihr liegt das Geheimnis für noch ungenutztes Potential. Heben sie den Schatz um ihre Projekte und Produkte noch erfolgreicher zu machen.

Kommen wir zurück zu den zwei Freunden Pragmatismus und Perfektionismus. Die Frage die sich für mich stellt ist nicht die nach entweder oder sondern die nach dem Timing. Der richtige Zeitpunkt spielt die entscheidende Rolle in der Beziehung Pragmatismus und Perfektionismus.

Um ein Projekt vorwärts zu bringen und zu realisieren benötigen sie den nötigen Pragmatismus. Schauen sie sich erfolgreiche Startups an. Diese jungen Unternehmen gehen disruptive Wege. Das heißt, sie gehen mit “Prototypen” auf den Markt. Der Markt gibt Feedback für Verbesserungen und diese werden nach und nach eingearbeitet – Bis das Produkt “perfekt” ist.

Können sie nun schon sehen wie Pragmatismus und Perfektionismus zusammenhängen? Das eine schleißt das andere nicht aus. Beides begünstigt sich gegenseitig. Wie ein diverses Team. Der Dreh und Angelpunkt ist das Timing. Wann ist Pragmatismus angesagt? Wann darf der Perfektionist ans Ruder? Beides hat seine Berechtigung und ist wichtig für ihren Erfolg und die Kundenzufriedenheit.

Perfektion an den Anfang eines Prozesses oder der Entwicklung eines neuen Produktes zu stellen, führt nirgendwo hin. Beispiele dafür sind Projekte die nicht aus dem Entwicklungsstadium herauskommen. Hier wird nach einer fiktiven Perfektion gesucht.

Am Ende hat die angestrebte Perfektion meist nichts mit den Kundenwünschen zu tun. Der Perfektionsgedanke entspringt der Sicht des Entwicklers und nicht der des Kunden. Die Kundenwünsche und Bedürfnisse zu erfüllen ist jedoch maximal wichtig für den Erfolg ihres Produktes. Selbst wenn sie ein perfektes Produkt haben, jedoch keine Nachfrage besteht, werden sie scheitern. Disruption und Pragmatismus bei der Einführung von neuen Produkten und Prozessen eröffnen ihnen mehr Flexibilität auf Marktanforderungen und bisher nicht betrachtete Dinge zu reagieren. Das ist ein großer Vorteil.

Die Perfektion kommt ins Spiel wenn sie die Basis bereitet haben. Wenn sie ein solides Produkt entwickelt haben, dass die Kundenanforderungen erfüllt. Dann überlegen sie wie sie ihr Produkt noch innovativer gestalten können. Sie über legen was ihren ureigenen USP ausmachen könnte. Die Abhebung vom Markt.

Der besondere Kundennutzen den nur sie bieten können. Stellen sie sich vor sie haben ein Workshopprogramm für fachliche Themen etabliert. Sie führen aktuell Schulungen durch die gut laufen. Was können sie hier verbessern um sich abzuheben? Nutzen sie das Feedback ihrer Teilnehmer zu Unterlagen, Übungen, Beispielen, Methoden, etc. Geben sie ihrem Produkt das besondere etwas. Eine Möglichkeit ist, Schulungsunterlagen mit einem besonderen Layout zu Verfügung zu stellen. Eine weitere, eine Onlineplattform mit Unterlagen und einem Blog anzubieten. Sie könnten Lernvideos oder einen Podcast aufnehmen. Eine Onlinesprechstunde anbieten.

Schauen sie sich bei ihren Konkurrenten um. Kucken sie was bereits als normale Leistung vorausgesetzt wird und packen sie etwas oben drauf. Sein sie kreativ oder gar innovativ. Hier gibt es keine Grenzen.

Es versteht sich von selbst, dass sie diesen zusätzlichen Service für ihren Kunden kostenlos anbieten. Sie werden jetzt denken, “Oh was schreibt sie denn da! Das verursacht für uns nur Kosten. Zudem weiß ich nicht wie man Videos oder einen Podcast aufnimmt. Und das will ich auch nicht.”

Falls sie solche Gedanken haben kann ich ihnen sagen, das ist der erste Schritt. Ich habe anfangs genauso gedacht. Unsere heutige Zeit lässt jedoch nur die an der Spitze sein, die bereit sind sich fortzubilden, zu verändern und mit den digitalen Trends zu gehen.

Probieren sie es aus. Sie werden positiv überrascht sein und eventuell sehr viel Spaß daran finden. In diesem Sinne, fröhliches ausprobieren.

Danke Martina für deinen Beitrag! Hier findet ihr mehr Informationen zu Martina: https://martinaswoboda.com/

Warum Ziele setzen wichtig ist. 1024 390 Community

Warum Ziele setzen wichtig ist.

Warum Ziele setzen wichtig ist, das besprechen wir im heutigen Artikel.

“Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht noch immer geschwinder, als jener, der ohne Ziel umherirrt.” – Gotthold Ebrahim Lessing. Wie Lessing hat auch vor ca. 200 Jahren M. Kant schon gesagt: “Der Ziellose Mensch erleidet sein Schicksal – der Zielbewusste gestaltet es.“

Ziele sind die wichtigste Voraussetzung dafür, dass du Kapitän auf deinem Lebensschiff werden kannst, dein Leben in die Hand nimmst und gestaltest. Es sind Chancenfinder und Richtungsgeber. Du kannst deine begrenzte Energie zielgerichtet einsetzen.

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Du hast nur begrenzt Energie, also lenke sie gezielt.

Wie auf dem Schaubild deutlich wird, verpulverst du deine Energie, wenn du keine Ziele hast. Wenn du aber Ziele hast, geht auch deine Energie dorthin, du kannst fokussiert deine Ziele angehen. Der großartige A. Schwarzenegger sagte dazu: ” If you don’t have a vision, if you don’t have a goal, you only drift around and you are not going to b e happy.” 

Wir denken, dass, es schon in der kleinen Einleitung deutlich wird, warum Ziele setzen wichtig ist. Deshalb möchten wir dir heute noch weitere Gründe nennen, warum das Setzen von Zielen so wichtig ist.

1. Warum Ziele einen scharfen Fokus bringen.

Kennst du das Gefühl, dass du abends kaputt bist, Dinge abgearbeitet hast, aber nicht wirklich vorangekommen bist? Oder aber du konntest dich den ganzen Tag lang nicht aufraffen etwas zu tun?

Am Abend ist der schöne lange Tag vorbei und du hast wieder nichts für dich machen oder erledigen können

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Ziele schärfen deinen Fokus

Wie oben von Schwarzenegger erwähnt, driftest du durch den Tag, die Woche und den Monat, weil du gar kein konkretes, dich motivierendes Ziel hast. 

Dein dich magisch anziehendes und motivierendes Ziel wird dich dazu bringen, deinen Fokus darauf zu richten. Du wirst dir Prioritäten setzen und diejenigen Dinge nicht mehrt tun, die dir Zeit rauben oder dich nicht näher an dein Ziel bringen. Stattdessen wählst du gezielt die Aktivitäten aus, die dich näher an dein Ziel bringen.

Durch Setzen von Zielen wird deine Energie auf das jeweilige Ziel konzentriert, wie du oben im Schaubild deutlich erkennen kannst.

2. Ziele geben dir das Ruder des Lebens in die Hand.

Ein Leben ohne Ziele zu leben, ist wie Schiff ohne Kompass. Du wirst hierhin und dorthin gespült, weißt aber nie, ob du richtig bist. Du bist von den äußeren Umständen abhängig, wohin sie dich treiben werden. Dort, wo die Umstände dich anspülen, kommst du an. 

Die äußeren Umstände, hier der Wind und die Strömung, stehen als Metapher für die Menschen, die dir ihre Ziele vorsetzen. Denn wer keine eigenen Ziele hat, verwirklicht auf Dauer nur die Ziele von anderen Menschen. Ein dich begeisterndes Ziel gibt dir wieder das Ruder und den Kompass in die Hand, deinen Lebensweg zu bestimmen und zu steuern.

3. Warum Ziele setzen beim Entscheiden hilft

Wer Ziele hat, kann sich leichter entscheiden.

Entscheidungen zu treffen, fällt den meisten Menschen schwer. Das Wort Ent- Scheidung verdeutlicht, dass jede Entscheidung gleichzeitig auch eine Trennung ist. Letztlich trennst du dich mit jeder Entscheidung von einer anderen Möglichkeit. Du versperrst dir den Zugang zur anderen Wahlmöglichkeit. Das Entscheiden fällt dir schwer! Du könntest ja die falsche Wahl treffen.

Wenn du aber ein klares Ziel im Fokus hast, fällt die Zahl der Alternativen doch schon viel geringer aus. Das ist sehr wichtig, denn Untersuchungen haben gezeigt: Je mehr Möglichkeiten bestehen, desto schwieriger wird das Fällen der Entscheidung. Das kann sogar soweit führen, dass du lieber nichts tust und in Lethargie oder Prokrastination verfällst, als zu entscheiden.

Außerdem ist es nicht möglich, keine Entscheidung zu treffen. Denn wenn du dich nicht entschieden hast, hast du dich ja doch entschieden. Du hast dich dann dafür entschieden, dass alles so bleibt wie bisher. 

Viele Menschen haben Angst davor, eine falsche Entscheidung zu treffen. Aber auch das funktioniert nicht. Denn du hast dich ja gegen eine Alternative entschieden. Somit wirst du nie wissen, wie es andersherum ausgegangen wäre.

Personen, die Ziele haben, können sich schneller entscheiden, denn sie wissen, wohin sie wollen. Außerdem ist ihnen klar, dass eine schlechte Entscheidung besser ist, als gar keine. Denn wenn du dich nicht entscheidest, wirst du wieder zum Spielball der anderen Personen.

Letztlich zeigen sogar Untersuchungen, dass du unzufriedener wirst, je mehr Auswahlmöglichkeiten bestehen. Es hat damit zu tun, dass du dann zu vielen Dingen “Nein” sagen musst. Auch hier helfen dir klare Ziele beim Entscheiden.

https://www.zeit.de/wissen/2012-05/freiheit-psychologie-kast

4. Ein Ziel ermöglicht Glücksgefühle.

Warum Ziele setzen Glücksgefühle hervorrufen kann, erklären wir in diesem Abschnitt.

Das Verfolgen und auch das Erreichen von Zielen lässt den Körper Dopamin produzieren. Dopamin ist ein körpereigener Botenstoff, der für den Kontakt zwischen den Nervenzellen verantwortlich ist, also ein Nervenbotenstoff bzw. Neurotransmitter. In Teilen des Nervensystems bewirkt eine erhöhte Dopamin-Konzentration ein Glücksgefühl. Es ist unser Glückshormon. Dopamin lässt dich konzentrierter, motivierter und ausdauernder an einer Sache arbeiten.

Immer, wenn du einen kleinen Erfolg feiern konntest, erhältst du eine wahre “Dopamindusche.” Du fühlst dich gleich komplett anders. Das kann eine gute Arbeit in der Schule sein, ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch oder auch Erfolge im Sport.

Wichtig ist aber zu erwähnen, dass dein Körper einen konstant hohen Dopaminspiegel nicht tolerieren kann. Es ist wie eine Droge. Du willst immer mehr.

Wir sind der festen Überzeugung, dass es auch nicht darum geht, Ziele zu erreichen, um dann glücklich zu sein. Es geht vielmehr darum, glücklich seine Ziele zu erreichen. Denn du lernst auf dem Weg zu deinen Zielen dazu, wächst in deinen Fähigkeiten und du ziehst die Personen an, die dich weiterbringen. 

Aber ohne Ziel machst du dich gar nicht auf den Weg. Du weißt ja gar nicht, wohin die Reise gehen soll.

5. Ziele geben Motivation

Jeder von euch hat sich schon Ziele gesteckt und sie auch erreicht. Die Ursache der Motivation war dein Ziel. Deshalb bist du ins Handeln gekommen.

  • Du wolltest als Kind Radfahren lernen.
  • Schwimmen stand vielleicht als nächste Ziel auf der Liste.
  • Führerschein machen war ein weiteres Ziel.
  • Ein Studium beginnen oder eine Lehre.
  • Der Kauf eines eigenen Autos hat dich sparen lassen. Es war dein Ziel.

Die aufgezählten Dinge waren oder sind immer noch Ziele von dir. Deine Ziele ließen dich ins Handeln kommen. Du hast begonnen zu überlegen, wie du dorthin kommst.

Jede Zielsetzung gibt dir die Basis für den inneren Antrieb. Du weißt, wo du hinwillst und wie das Ziel aussieht.

Ein Ziel ist dein Werkzeug, um deine Energie fokussiert einsetzen zu können.

6. Warum Ziele setzen dein Selbstvertrauen stärkt.

Wie war es, als du zuletzt deine Komfortzone verlassen und einen Teilerfolg auf dem Weg zum Ziel erreicht hast? In diesen Momenten bist du stolz, dein Selbstvertrauen geht durch die Decke. Stück für Stück steigerst du es und erweiterst deine Komfortzone. 

Ohne dieses Ziel wärst du nicht ins Handeln gekommen, sondern in deiner Wohlfühlzone stecken geblieben. Doch nicht nur in diesem Bereich wächst das Vertrauen in dich. Es hilft dir tatsächlich auch in anderen Lebensbereichen. Wenn du einen sportlichen Erfolg feiern kannst, hast du auch im beruflichen Kontext ein größeres Selbstvertrauen und eine andere Ausstrahlung.

7. Fazit

  • Sicherlich gibt es auch Argumente gegen das Stecken von Zielen, z.B. das Gefühl des Drucks.
  • Wir selbst bevorzugen definitiv das Setzen von hohen Zielen mit Etappenzielen.
  • Durch Interviews, besonders mit erfolgreichen Sportlern wie Stefan Kloppe oder auch Henning Fritz, sind wir in unserer Meinung bestätigt worden.
  • Das Setzen von Zielen führt zu vielen positiven Effekten wie einem scharfen Fokus oder auch mehr Selbstvertrauen in allen Lebensbereichen.

Danke Stefan für deinen Beitrag für die Community!

Falls ihr mehr von Stefan lesen möchtet, findet ihr hier die Internetseite: https://erfolg-fokus.de/

Quellen:
– https://www.zeit.de/wissen/2012-05/freiheit-psychologie-kast
– R. Zitelmann: “Setze dir größere Ziele”, Redline Verlag
– https://www.youtube.com/watch?v=Kb7_E12FFLw&t=54s






Neu Denken 768 1024 Community

Neu Denken

Müssen wir das?

Können wir das überhaupt?

Es gibt viele Dinge, die wir nicht für möglich gehalten haben. Wir durchqueren eine kulturell einmalige Grenzlinie zwischen Natur und Künstlichkeit. Wir könnten sowohl unsere Spezies beenden, als auch das Tor zu einer neuen Wirklichkeit öffnen.
Künstliche Intelligenz, Biotechnologie, Kryptowährungen, die Chinesische Herausforderung und das gute Leben:

Brauchen wir den Transhumanismus?

Seit Platon haben wir das in der westlichen Kulturgeschichte vorherrschende Menschenbild einer immateriellen Seele und eines materiellen Körpers. Das dualistische Denken durchzieht unsere Kultur und hat unsere Verfassungen geprägt.
Durch Darwin und seine Evolutionstheorie hat schrittweise ein neues Denken stattgefunden. Der Mensch als evolutionäres Wesen, das sich in einem kontinuierlichen Prozess des Wandels befindet.
Dieses Denken kommt Transhumanisten zu gute. Transhumanisten sind überzeugt, dass sich der Mensch mit Hilfe der Technik auf allen Ebenen seines Seins, sowohl auf körperlicher, geistiger und emotionaler Ebene, verbessern kann. So könnte auch die Intelligenz des Menschen gefördert werden und ihn von seinen barbarischen Strukturen befreien.

Letzteres erscheint mir besonders sinnvoll, denn das hieße dann: Nie mehr Krieg, Ausbeutung und Versklavung. Zugegeben – es klingt nach Idealisierung, denn die technische Aufrüstung des Menschen birgt große Gefahren, wie wir alle wissen. Jedoch ein Ausstieg aus dem technischen Zeitalter ist keine realistische Option.

Seit wir wissen, dass sich der Mensch nur graduell von anderen Lebewesen unterscheidet, fordern immer mehr Wissenschaftler und Philosophen ein neues Menschenbild. Unsere selbsternannte Stellung als Krone der Schöpfung können wir nicht länger aufrecht erhalten. Deshalb die Forderung, bescheidener zu werden und ein paar Schritte zurück zu treten,  auch wenn es vielen von uns sehr wehtut. Die Abkehr vom dualistischen ontologischen anthropozentrischen Denken, ist die zentrale Voraussetzung zum neuen Denken. Wir sind dazu aufgefordert, eine neue moralische Bescheidenheit zu praktizieren und stehen vor einem Riesenberg von Fragen.
Die Frage nach den Voraussetzungen für den moralischen Umgang mit Mensch und Maschine, sowie Menschenaffen und Tieren im allgemeinen, ist das philosophische Herzstück für die Aufgabe, wie wir mit den neuesten Techniken umgehen sollten. Jede Woche überschwemmen sensationelle Nachrichten die Presse: Genome Editing, Cyborgisierung, Mind Uploading und künstliche Intelligenz machen es uns möglich in die Evolution einzugreifen und diese zu beschleunigen.

Was ist jedoch möglich?
Wohin wollen wir?
Wie sollen wir uns weiter entwickeln?
Wie steht es um die Demokratie angesichts einer ständig zunehmenden Überwachung?

Stichwort: Internet Panoptikum und die Auflösung der Privatheit  
Wie verhalten wir uns angesichts der drohenden Katastrophen?

Schon allein aus diesem kurzen Abriss sehen wir, dass wir mehr Fragen als Antworten haben.

Auf der einen Seite haben wir die Nostalgiker, “früher war alles besser”, auf der anderen Seite die bedingungslosen Technoenthusiasten, wie Ray Kurzweil, Chefingenieur von Google oder Peter Diamandis, Direktor der Singularity University im Silicon Valley, beide der Überzeugung, dass wir in Zukunft im Überfluss leben werden und sich die Kluft zwischen Arm und Reich schließt. Das Werkzeug dazu sei der menschliche Geist unterstützt von der künstlichen Intelligenz.
Berechtigterweise stehen die meisten von uns solchen Aussagen skeptisch gegenüber. Schon allein deshalb, da Enhancement-Methoden (Verbesserungen am Menschen) sehr viel Geld kosten und die zunehmende Verarmung weltweit uns ein anderes Bild zeigt.

Doch positive Überraschungen hätten wir alle gerne, nicht wahr? 

Einige Beobachter, Historiker und Philosophen glauben, dass wir dadurch eine Gesellschaft von Göttern und sogenannten Useless erschaffen, wie der israelische Historiker Yuval Noah Harari schreibt und warnt.

Heute wird alles smart. Bald werden wir in Smart Cities leben. Dort ist dann alles miteinander vernetzt. Smart Cities werden nicht ohne den upgegradeten Menschen auskommen können. Je mehr wir uns dem technisch aufgerüsteten Menschen annähern, desto weiter begeben wir uns ins Internet Panoptikum, in dem eine ständige Überwachung möglich ist. Um etwaigen Überraschungen vorzubeugen, ist es wichtig uns zu informieren und am neuesten Stand der Dinge zu sein.

Auch die Cyborgisierung schreitet munter voran.

Laut Prof. Dr. Stefan Lorenz Sorgner, dem Spezialisten in Sachen Trans- und Posthumanismus,  waren wir schon immer Cyborgs, sprich kybernetische Organismen. Kybernetik steht für die “Kunst des Steuerns”. Allein unsere Sprache ist als technische Form zu sehen und schließlich ist jede Form von Erziehung in diesem Sinne als Steuerung zu verstehen. Steuerung wiederum gehört zum Überleben!
Unsere Behausungen, Hygiene und Kleidung sind unterschiedliche Formen von Steuerungen. Hinzu kamen Anästhetika, Antibiotika und Impfungen.
Viele von uns wären nicht mehr da, hätten wir nicht diesen Fortschritt gemacht.
Diese Gedanken erscheinen mir wichtig um weiter zu gehen, denn sie verfestigen die Aussage der kybernetischen Organismen!

Heute leben wir in einem zusehends stärker werdenden digitalisierten Umfeld. Niemand weiß wie sich die Verschmelzung von Mensch und Maschine entwickeln wird. Hypothesen und Spekulationen gibt es viele und so hat jeder Interessierte die Möglichkeit, sich zu informieren. Bücher, Vorträge, Youtube etc.
Die Mobilisierung vom unhandlichen PC hin zum wesentlich handlicheren Smartphone hat eine neue Stufe der Integration von Systemen erreicht. Um noch schneller und einfacher auf digitale Informationen zurückzugreifen, wird an den unterschiedlichsten Implantaten geforscht und gearbeitet.
Ein Beispiel: man versucht die laute Aussprache zu umgehen und die Gedanken direkt in digitale Information zu übersetzen – mittels einer Hirn-Computer-Schnittstelle. Die Zukunft des Tippens wäre dann das Denken. Mittlerweile hat auch Facebook diese Idee aufgegriffen und beschäftigt ein Team von sechzig Personen, um diese Erkenntnisse praktisch umzusetzen, wie Stefan Lorenz Sorgner in seinem Buch “Schöner Neuer Mensch” NP & I, unter anderem schreibt und uns dazu aufruft, an den Diskursen teilzunehmen.

Wir sind auf einer Reise, die wir gerade erst begonnen haben und wissen nicht, wohin sie uns führt. Systeme zerbrechen oder bröckeln, Dualitäten werden aufgelöst (Dualitäten wie Mann/Frau, Eltern/Familie, Natur/Kultur usw.) Wir sehen und spüren wie unser altes Weltbild uns wie ein Teppich unter den Füßen weggezogen wird. Der Humanismus, auf dem unsere westlichen Werte aufgebaut sind, weicht einem neuen Weltbild. So machen sich an Think Tanks, Universitäten und anderen Forschungsstätten, so auch vermehrt an katholischen Universitäten, Leute Gedanken über das neue Menschenbild.

Für Transhumanisten ist der Mensch aus Fleisch und Blut nur ein Übergangsstadium im Prozess der Evolution. Der Mensch, als das noch nicht fest gestellte Tier! Der Mensch auf dem Weg ein Mensch zu werden!  

So wird die Transformationstechnologie eine wachsende globalpolitische Rolle spielen, die alle Bereiche unseres Lebens erfasst. Ob wir wollen oder nicht: wir sind schon längst Teil der biotechnologischen Revolution. Die Schnittstelle zwischen Mensch, Bewusstsein und Technologie wird zu einer der wichtigsten politischen Fragen werden.

Wir müssen uns darauf vorbereiten!

Ein neues Denken wird die Grundvoraussetzung für alles Zukünftige sein. Ein neues Denken, ineinander verschränkt und miteinander veränderbar, in ständiger Kooperation mit anderen menschlichen und nichtmenschlichen Akteuren, seien es Maschinen, Tiere, Computerprogramme oder Bakterien.

Tatyana von Leys

Danke Tatyana für deinen wunderschönen Blog – wenn ihr mehr Informationen zu Tatyana möchtet findet ihr die hier: https://www.tatyana-leys.com

Artwork by Tatyana von Leys / Kiss the future-classic reloaded

Künstlerin, Referentin, Autorin: Das kleine Buch zum neuen Denken/Technik und Macht ist Evolution neu gedacht
Erscheinungsdatum: Sept. 2018  – öffentlich vorgestellt während der Artweek Vienna 2018/Kunstraum Wien